TEBOHO EDKINS

LESOTHO

Bis 24. Okt 2020
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Künstlergespräch
in deutscher Sprache
So  4. Okt  15:30 Uhr
Einlass zum Filme schauen ab 14 Uhr
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Abendöffnung
Do  1. Okt  jeweils bis 21 Uhr
Film-Matinee
So 27. Okt  11 – 13 Uhr
(Laufzeit der vier Filme 44 Min.)
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Wir freuen uns, zum Saisonstart Fotoarbeiten und vier neue Kurzfilme des südafrikanischen Filmkünstlers Teboho Edkins zeigen zu können.
Soeben wurde sein Kurzfilm Shepherds bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen – von Hilmar Hoffmann 1954 gegründet und das renommierteste Kurzfilm-Festival der Welt – mit dem Hauptpreis des Landes NRW ausgezeichnet. In einem Gefängnis, hoch oben in den Bergen Lesothos, verbüßen Hirten drakonisch lange Haftstrafen wegen Viehdiebstahls. Dieser bildgewaltige, sensible Film vermittelt die große Bedeutung der Tiere für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Er zeigt aber auch, wie ungewöhnlich an diesem Ort die Welten innerhalb und außerhalb des Gefängnisses miteinander verschmelzen.Hintergrund der drei weiteren Kurzfilme (alle unter 7 Min.) ist die folgenreiche Präsenz der chinesischen Einwanderer in Lesotho.
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Im Film Untitled (CCTV) werden Teboho Edkins, die kleine Tochter des Inhabers und andere bei einem Überfall auf einen chinesischen Supermarkt gefangen genommen. Diesen wundersamen ‘Film ohne Autor’ erzählt die Überwachungskamera des Ladens, die das brutale Geschehen aufzeichnet. So ist der höchst subjektive Film gleichermaßen völlig objektiv und stellt damit unser Denken in diesen Polarisierungen in Frage. Ebenso läuft die unsinnige Frage, nach der Intention des Künstlers im Prozess der Werkgenese ins Leere; wie auch die Frage nach der ‘Wahrheit und Wirklichkeit’ eines filmischen Werkes. Nicht zuletzt kulminieren hier ‘wie von selbst’ die zwei großen Themen, die das gesamte Werk von Teboho Edkins durchziehen: zum einen: die distanzlose Begegnung mit Gangstern, samt der Erfahrung ihrer brutalen Gewalt, und zum anderen: das Nachspüren des Kind-Seins in der jeweiligen Gesellschaft. Letzteres steht auch im Zentrum des Kurzfilmes The Orphanage. Einheimische Waisenkinder erleben unnachgiebige Strenge in einem von missionierenden Taiwanern in Lesotho gegründeten, buddhistischen Kloster. Der Film zeigt das harsche Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen, was auch im kurzen Musik-Film Machaena zum Ausdruck kommt.Lesotho ist  eine besondere Film-Ausstellung. Die Filme werden auf drei Wände projiziert. Zwei Standbilder sind zu sehen, während der jeweils dritte Film läuft.
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Teboho Edkins (* 1980, USA) ist in Lesotho aufgewachsen. Er studierte Kunst in Kapstadt und Film in Lille und Berlin. Nahezu all seine Filme wurden auf den weltweit renommiertesten Filmfestivals gezeigt und vielfach ausgezeichnet.
Er lebt und arbeitet in Berlin und Kapstadt.
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Samuel Lahu (* 1981, Frankreich) ist seit Jahren Teboho Edkins Kameramann. Er studierte Film an der Filmhochschule La Fémis in Paris und wurde u.a. bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Paris.

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Ausstellungsansicht  LESOTHO
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Machaena               4 Min
Untitled (CCTV),   5 Min
Shepherds            27 Min
The Orphanage     8 Min
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F.A.Z.  23.9.20
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We are delighted to present as an early highlight of the season photographic works and four new short films by the South African filmmaker and artist Teboho Edkins.

His latest feature length film premiered at the Berlinale in February and the short film Shepherds was recently awarded the First Prize of the Jury of the Ministry of Culture and Science of North Rhine-Westphalia at the International Short Film Festival Oberhausen (the worldwide leading short film festival founded by Hilmar Hoffmann). In a prison high in the mountains of Lesotho, shepherds sit out draconic sentences for cattle theft.  In this visually compelling, sensitive film, we discern the importance of the animal for the individual and the community. At the same time it shows how the worlds outside and inside the prison merge into one.

The background to the three additional short films (all under 7 minutes) is the far-reaching influence of Chinese settlers in Lesotho. In the course of the film shoot Edkins, his film crew, as well as the small daughter of a Chinese shopkeeper are taken hostage during a brutal robbery on a Chinese supermarket. The attack is captured by the shop’s CCTV camera and now has the effect of a strange theatre piece. This astonishing, self-created film is both highly objective and profoundly personal. In it two major themes that run through Teboho Edkins’ work come to the fore: gangster culture, the experience of brutal violence, and the question of what it means to be a child in today’s society. The latter also dominates the short film The Orphanage.  In a Buddhist orphanage run by Taiwanese missionaries in Lesotho, local children experience an austere discipline. It reveals the at times harsh collision of these two cultures – as does the short music film interlude Machaena.

LESOTHO is a unique film exhibition, in which each film is projected in turns onto one of the three walls, while two stills from the other films frame the piece, almost like photographs.

Teboho Edkins (* 1980, USA) ist in Lesotho aufgewachsen. Er studierte Kunst in Kapstadt sowie Film in Lille und Berlin. Nahezu all seine Filme wurden auf den weltweit renommiertesten Filmfestivals gezeigt und vielfach ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Berlin und Kapstadt.

Samuel Lahu (* 1981, Frankreich) ist seit Jahren Teboho Edkins’ Kameramann. Er studierte Kamera an der Filmhochschule La Fémis in Paris und wurde u.a. bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Paris. .

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KAI MIDDENDORFF GALERIE
Niddastraße 84 .  Halle
60329 Frankfurt am Main
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galerie@kaimiddendorff.de
Tel. +49 (0)170 31 32 191
Tel. + 49 (0)69 74309035
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Nach Vereinbarung geöffnet
sowie
Mi – Fr   14 – 18.30 Uhr
Sa   11.30 – 17 Uhr
Parkmöglichkeit im Hof
Eintritt frei
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Tipps:
In Ihr Navi bitte die Hausnummer (84) eingeben, sonst führt Ihr Navi Sie in den östlichen Teil der Niddastraße.
Die Niddastraße ist geteilt und kann mit dem Auto nicht passiert werden.
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Parkmöglichkeiten sind im Hof vorhanden.
Im Hauptbahnhof bitte den Ausgang Nord nehmen, danach die Ottostraße.

Werke aller  vertretenen Künstlerinnen und Künstler sind permanent im Schauraum der Galerie zu sehen.
The represented artists are permanently on view.